Liebe A-cappella Fans!

Sofort zu glauben und auch wahr; hier ist er! Der Norderneybericht 2011, der Euch einen kleinen Einblick in unsere vergangene Probenphase auf der Insel unserer Träume bietet. Nehmt euch ein wenig Zeit und taucht ein in unsere Erlebnisse, einem “Urlaub, gefüllt mit positivem Stress”…

Hier klicken, dann klappt sich die geballte Wahrheit aus…


(Jetzt müsst Ihr Euch innerlich die 20th Century Fox Fanfare vorstellen, nur das da das Selbstlaut!-Logo von hunderten Scheinwerfern angestrahlt wird  – dann wirkt der Einleitungsteil noch viel  besser.)

Interessanterweise starten wir die Hinreise nach Norderney, die den Beginn unserer Norderneytour darstellt, immer früher. Damit meine ich nicht den Monat oder das Quartal, sondern die Tageszeit, zu der es losgeht. Und die ist nicht greade christlich. Begannen wir vor zwei Jahren noch um 5 Uhr morgens unsere Reise gen Norden, so standen wir bei dieser Fahrt schon um 3 Uhr bei Tobi vor dem fertig gepackten Anhänger, fast schon wie Vollprofis, die sowas jeden Morgen machen. Ohne große Verzögerung ging sie also los, die Zeit, auf die wir fünf Selbstlauten! uns schon wieder seit Wochen und Monaten gefreut hatten. Mit einer Menge neuer und eigener Lieder im Gepäck (wir waren diesmal im Vorhinein besonders fleißig – so viele eigene Songs haben wir noch nie in unseren Probenurlaub mitgenommen) starteten wir voller Erwartungen in die aufgehende Sonne. Für die ganz aufmerksamen unter Euch: Später setzte die Sonne ihren Aufgang in unserem Nacken fort; wären wir die ganze Zeit in Richtung Osten gefahren, hätten wir bis zum nächsten Meer noch ein bisschen gebraucht. Aber die Autobahnauffahrt der A 30 Richtung Osnabrück wieß kurzeitig Richtung Osten…

Hier eine Momentaufnahme unserer Tourbusfahrt nach Norderney! Selbstverständlich sitzt wieder jeder auf seinem Stammplatz, denn nur so entsteht von Anfang an das originale Norderneytour-Feeling. Michi hat dann am Abfahrtsmorgen um 3 Uhr im Kopf die Seiten vertauscht und behauptet, er würde hinen rechts sitzen und ich (das U) hinten links. Die Diskussion dürfte auch die Nachbarschaft um die Uhrzeit sehr interessiert haben. Man will doch, das Selbstlaut! glücklich nach Norderney fährt? Schnell ein Beweisfoto gezückt und schon war die ganze Sache geklärt.

Darf ich außerdem vorstellen?! Unsere brandneuen Selbstaut!-Windshell-Jacken (Oh Herr, bitte gib´ mir meine Sprache zurück!)! Dieses Mal haben wir uns auch für Merchandising-Produkte in´s Zeug gelegt und das kam dabei raus. Mit diesen Jacken wirkt man in der Öffentlichkeit als geschlossene Gruppe und die Leute können, sobald sie die Internet-Adresse auf unserem Rücken entdecken, “Halleluja” schreihen und ihr Smart-Phone zücken, um schnell zu recherchieren, wer wir sind. Ihr seht; nur Vorteile. Und für Euch ist auch was an Fan-Artikeln dabei. Aber dazu später!

In einer Rekord-Zeit haben wir es auf die Insel geschafft. Schon um kurz vor 9 Uhr nahmen wir die Fähre und fieberten ihr entgegen. Konnte man sie schon sehen? Oder war das nur ein Wolkenschleier am Horizont? Nein sie war es wirklich; schön wie eh und je und mit ablaufenden Wasser machte unser Schiff erst Recht gute Fahrt. Auf der Insel angekommen waren wir heiß darauf, schnell unseren Probenraum (der Gymnastikraum der Turnhalle des Jugend & Gästehauses des Kreises Lippe) einzurichten. Alles sollte genauso wieder stehen, wie vor einem Jahr. Anlage, Mischpult, Matratzen, Monitore, und und und. Ach ja, was das Hänger-Packen angeht. So effzient und voll war der Hänger noch nie :) . Fast schon Routine. Hier seht Ihr das Selbstlaut!-Banner das neben unsererm Eingang aufhängt wurde, damit auch die Gäste vor Ort außer dem Wind vom Meer auch solchen von unserem Werkstattkonzert bekamen. Und das hier war die Ankündigung für das Werkstatt-Konzert:

So eine Ankündigung gibt konkrete Daten an, wie Uhrzeit, Ort und Art des anstehenden Events. Spannend ist aber dann für den Ausführenden zu wissen, dass für das angekündigte Event noch kein einziges Lied steht, musikalische Parameter noch nicht besprochen, und noch nie mit unserem Coach an den neuen Stücken geprobt wurde. Das motiviert und ist aufregend. So hatten wir also die sieben Tage bis zum Konzert wieder alle Hände voll zu tun und es gab drei feste Probenblocks am Tag; nämlich von 10-12 Uhr, 14-18 Uhr und 19-21 Uhr. Also sage und schreibe acht Stunden singen pro Tag. Das ist anstrengend macht aber unheimlich Spaß, wenn man schon im Vorinein motiviert ist bis zum Geht-nicht-mehr. Ganz schnell wurde mit Hilfe eines Noteboards eine Übersicht über unsere Songs geschaffen, damit wir genau diese Übersicht nicht verlieren. In den Probenblöcken gab es dann natürlich auch mal kleinere Pausen. In denen machte Michi dann Sport:

Bis er seine Liegebank-Konstruktion fertig gebaut hatte, wollten wir meistens wieder weiterproben. Damit er aber nicht völlig frustriert seinen Aufbau wieder abbauen musste, haben wir ihn für dieses Foto einmal seine Bewegungen machen lassen.

Jan, unser Coach hat wieder eine glanzvolle Leistung gezeigt und uns vielseitig, tiefgründig und ideenreich unsere eigenen Stücke erfahren lassen. Und das mit wirklich effektiven und spannenden Methoden. Jeder Sänger hat seine eigene Art zu singen, und jeder muss gleich stark in den Übeprozess eingebunden werden, aber jeder auf einem anderen Erarbeitungsweg und Erarbeitungsfeld. Das ist eine feinfühlige Angelegenheit. Der Eine empfindet einen Vokal als hell, während der Andere ihn schon fast zu dunkel findet und diesen noch viel heller singen kann. Der Eine macht ein amerikanisches “U”, der Andere ein sehr rundes “U”. Eine Phrase kann zu hell, dunkel, scharf, weich, verhalten, offen, energisch, verschlossen, zurückhaltend, betont, rhythmisch und ewig so weiter sein. Sie kann aber auch von allen genau so als musikalisch angenehm empfunden werden. Und wenn man das herausgefunden hat, ist es wichtig, das sich die Gruppe darüber einigt, sodass es alle gleich machen. Hierfür hat Jan uns so in den Raum gestellt, dass wir auf den Mund des Anderen geschaut haben mit der Aufgabe, den Gegenüberstehenden genau nachzumachen. Eine erleuchtende und effiziente Vorgehensweise für diesen Aspekt, und es gibt noch so viele Andere. Das Gesagte bezieht sich dabei nicht global auf den ganzen Song. Manchmal kann es sich nur um eine einzige Note handeln… So feingliederig ist diese Arbeit, über die Jan immer den Überblick behalten hat. Ein herzliches Dankeschön dafür!

So jetzt wieder was lustiges:

Tobi hilft Michi bei seiner Überquerung der Slack-Line (Oh Herr, bitte gib mir meine Sprache zurück).Ein wirklich tolles Sportgerät und wirklich zu empfehlen. Fängt man einer mal das Gehampel an, ist die Chance vorbei und man muss wohl oder übel wieder mit dem Boden vorlieb nehmen. Was von einem selber als erstes unten ankommt, ist dabei nicht immer absehbar oder kontrollierbar. Als Michi dann sicher alleine balanciert, wird ihm erzählt, das es Leute gibt, die darauf problemlos Saltos machen können. Also doch lieber wieder schnell rein und singen… die Mittagspause ist eh vorbei.

Während unserer Werbe-Ausflüge in die Stadt gab es auch die eine oder andere Autogrammstunde. Oder besser, Autogrammviertelstunde. Ich (das U) liebe einfach den Moment, wenn wir inmitten der Passanten oder Café-Besucher einfach drauf lossingen und diese für wenige Sekunden nicht wissen, wie ihnen geschieht, weil sie die Musik noch nicht richtig orten, geschweige denn “musikalisch verstehen” können, weil greade erst angefangen. Einfach herrlich dieser Gesichtesausdruck, den sie dann haben. Aber danach ist der Effekt umso größer und oft wurde uns ein Kommen zum Konzert vor Ort und Stelle zugesichert. Das macht unheimlich glücklich und uns Fünfen sofort wieder klar, wieso wir zusammen singen; um die Leute emotional zu erreichen.

Und dann war es schon soweit: Unser Werkstatt-Konzert stand vor der Tür. Wir haben unsere Probenzeit gut eingeteilt und tatsächlich alle vorgenommenen Stücke musikalisch erarbeitet und im Kopf. Dann kann es ja losgehen! Eine gutes Gefühl ist mit dabei und die Turnhalle wird voller und voller, so viele waren noch nie da…und los geht´s!

Mit unserem neuen Opener bringen wir die Leute in Stimmung. Was für ein Gefühl, das Gelernte endlich abliefern zu können und auch die Aufregung wandelt sich in Konzentration. Der Text und die Musik ist neu, irgendwie anders. Es geht weg von den großen Vorbildern, den Wise Guys. Der Weg zu einer eigenen Schiene im A-cappella-Gesang lässt sich erahnen. Auch an weiteren eigenen, neuen Stücken, die diesen Abend noch kommen, merkt man das. Inhaltlich und auch in der Prosa auf einer ganz anderen Ebene. Die große Erleichterung: die Stücke kommen gut an und das pusht uns noch mal wieder auf, voll und ganz Gas zu geben.

Dass die Moderationsideen aufgehen, lässt sich gut daran erkennen, dass sogar eigene Formationsmitglieder auf deine Moderation während des Konzertes mit einem Lachen reagieren und ganz erstaunt sind, was du dir da doch ausgedacht hast. Dann ist die Moderation wirklich tiefgründig und eine bessere Honorierung deines Tuens gibt es nicht. Dann sind sie selber überrascht, wie lustig alles ist und danach richtig gut drauf.

Und dann ist es auch schon wieder vorbei, unser kleines Norderney-Konzert. Die Leute sind begeistert und wir glücklich und zufrieden. Was für ein Abend. Auch die Anlage hat gut mitgemacht, wir konnten uns gut hören. Auf diesem Bild lässt sich übrigens auch noch mal gut nachvollziehen, wer mit seinem erblich bedinkten Haarausfall vorne liegt. Nein, kleiner Spaß :) .

Direkt nach dem Konzert gab es dann den bekannten “After-Glow” – das Nachglühen mit den Konzertbesuchern und hier seht Ihr die ersten Fans, die in den Genuss unserer neuen Fan-Artikel gekommen sind, die es auch für Euch sehr bald hier auf der Selbstlaut!-Homepage zu erwerben gibt. Selbtlaut!- T-Shirts, Hoodys (Oh Herr…), Schlüsselbänder, Feuerzeuge, Aufkleber!

Schaut mal, da hat jemand neben das T-Shirt geschrieben, dass da ein T-Shirt hängt. Aber das ist auch wichtig, denn es macht dann ja schon einen preislichen Unterschied zum Hoody. Jakob wird belagert und schreibt seinen Namen überall hin, den die restlichen Selbstlauten! übrigens mit einer Leichtigkeit und mit links fälschen können. Hinten seht Ihr den Probenraum, aber ohne Anlage, denn die steht ja noch im Konzertsaal.

Jakob ist froh und strahlt nach dem Konzert. In Wahrheit ist er unser Sonnenaufgang, der gerne auch im Norden stattfinden kann. Hey! Das reimt sich! Ich sollte einen Song draus machen… (Das war der Standartsatz, wenn sich zu Zeiten etwas gereimt hat)

Frank Schwäbisch, der Leiter des Hauses hat uns wieder eine tolle Zeit auf Norderney ermöglicht wofür wir ihm unendlich dankbar sind. Normalerweise wäre die Norderneyfahrt nach diesem Konzert schon zu Ende gewesen. Aber nicht dieses Mal! Jetzt begann der Freizeitteil unserer Fahrt. Und was wir da so angestellt haben, das seht Ihr hier:

Neben ausgiebigen Fussballpartien, bei denen uns 14-jährige Besucher des Hauses mit einer unglaublichen Stringenz abgezogen haben, (hier in Gelb) waren wir auch klettern! Jaha, Norderney hat jetzt einen Kletterpark. Es tut sich immer was.

Hier schneidet dem U andauernd der Gurt in den Hals. Wenn man das weiß, erkennt man das ganz gut. Vorher noch nie im Leben geklettert, nimmt das U unwissendlich gleich einen der schwersten Parcours, in einem Kletterpark, der von der Fähre aus aussieht wie ein Quiditch-Feld (schreibt man das so??). Ich sage nur; googelt mal, was in der Kletterwelt “Crossing-X” bedeutet. Die anderen haben sich gleich gekonnt und geübt angestellt.

Benny mit seinem ordentlichen Gewicht ist nach der Abfahrt mit der Seilwinde volle Karacho gegen das Auffangkissen geknallt. Den Fotografen freut´s. Aber Benny: läuft schon!

Hier hat sich Tobi vorgenommen, ein Seil zu erklimmen. Noch ist er motiviert. Schafft man dies, wird die ganze Aktion mit einer Cola honoriert, die einem der Kletterpark bezahlt.

Hier hat Tobi nach einem minutenlangen Kampf mit dem Seil keine Lust mehr. Aber wir finden, seine Entäuschung kann er mimisch gut verbergen. An die Vier: Hat er sich da vor Wut die Schuhe ausgezogen?

Abends am Strand (es war leider unser letzter Abend) haben wir uns noch auf unsere pädagogsiche Verantwortung besonnen und den anwesenden jungen Jugendlichen ihre Kenntnisse in Musiktheorie und Notenkunde aufgefrischt. Dabei haben wir den Sand als Lehrmedium entdeckt. Hier gebe ich Jakob Anweisungen, was er “schreiben” soll. Ich war dann doch körperlich nicht mehr in der Lage dazu. Übrigens; sehr frustrierend ist das Ausmalen der Noten.

Leider ist auch diese schöne Zeit dann irgendwie, irgendwann vorbeigegangen. Was für unvergessliche zehn Tage.

Dieses Foto entstand Minuten vor der Abfahrt. Noch mal ein herzliches Dankeschön an Frank Schwäbisch (der zweite Herr von rechts) für seine großartige Unterstützung, auch was die Öffentlichkeitsarbeit für  uns auf Norderney angeht. Diese Tage wirken mit einer wohligen und lieblichen Wärme nach…

Eure Selbstlauten! A E I O und U